Recht auf eine Erde je Erdenbürger! Es ist genug

Wie kommt man eigentlich dazu, dass man sich die Erde und deren Ressourcen mit Leuten teilen muss, die umgekehrt gar nicht bereit sind, diese Ressourcen mit anderen zu teilen. Ich trete für das Recht jedes Bürgers auf eine Erde ein. Schluss mit dem kleinkarierten Grundstückens. Schluss mit Mehrparteienhäusern. Freier Blick für freie Bürger und nicht erst bis zum nächsten Kirchturm, gleich einen ungetrübten Blick dorthin, wo man gar nicht mehr sieht. Eine Erde je Erdenbürger. Wir brauchen also demnächst 8 Milliarden Erden. Das wird ja eher kein Problem sein, die Wissenschaft macht Riesenfortschritte, in 100 Jahren wird die Rechenleistung eines Computers alle heute verwendeten übersteigen und alle notwendigen Erden finden und erreichbar machen. Alles kein Problem, wir sollten nur heute schon das Recht fixieren, damit wir uns auch auf die Verantwortung vorbereiten können, ein Riesengeschäft übrigens – die Wartung von einer Erde, wenn man das verwöhnte Auge einmal an englischen Rasen, Zierhecken und so weiter gewöhnt hat.

Die aktuellen Beiträge über Ressourcen scheinen genau diesen Gedanken im Hinterkopf zu haben, wenn allerlei Rechte (Recht auf Wasser, Recht auf Energie, Recht auf Mobilität) eingefordert werden. Eine wichtige Sache aber brandgefährlich für ein irriges Verständnis eines Rechts auf Etwas. Wie wäre es die Rechte jener zu beschränken, die sich über alle Maßen bedienen (Zuviel Platz, zuviel Energie, zuviel Wasser)? Wie wäre es einmal grob abzuschätzen, welche Ressourcen überhaupt verteilt werden können?

Ist es beispielsweise wirklich nur das Recht auf Zugang zu Wasser, dass uns fehlt, um allen Menschen diesen bereitstellen zu können oder haben wir möglicherweise gar nicht mehr genug. Ist die Verteilung und Bereitstellung des Gutes bereits im Recht zum Zugang bereits inkludiert?

Wir sollten vielleicht damit beginnen das Recht auch Luft zu etablieren, bevor jemand ein Patent auf Luft anmeldet und dereinst Gebühren einführt oder die Luft absaugt und nur zahlenden Schnaufern bereitstellt. Im Vergleich mit Wasser ist die Luft ja geradezu noch egalitär verteilt, aber qualitätsvolle Luft – da wird es schon ein wenig heikel.

Vielleicht wäre es auch gar nicht zu früh sich Gedanken zu machen, wie viele Menschen vernünftiger- und nachhaltigerweise sich auf dieser Erde tummeln können. Und dabei ließe sich auch der beispielsweise der Wasserbedarf durch besser bestimmen lassen und den Anteil jedes Erdenbürgers beim Verbrauch der Ressourcen .

Wir tun so, als ob erst der wachsende Ressourcenverbrauch der wirtschaftlich aufkommenden Länder uns die Begrenztheit der Ressourcen aufzeigt. Wie in so vielen anderen Bereichen weigern wir uns das gesamte Bild anzusehen. Atomenergie ist CO2 neutral, welch Schwachsinn – es ist hochgradig positiv, weil ja in einer nicht mehr bewohnbaren Gegend wie Fukushima selbstverständlich CO2 gebunden wird, weil es zuwachsen wird, genetisch mutiert vielleicht, aber sicher mit Kohlenstoff. Ich verstehe gar nicht, warum die Atomkraftlobbyisten sich nicht dieses Verdienst anrechnen lassen wollen. Das erspart auch die lästigen Verhandlungen um geschützte Bereiche. Warum schützen, wenn man auch gleich vergiften kann. Es wird dort evolutionär wuchern mit all den Mutationen die sich dort ereignen werden. Vielleicht entwickelt sich auch eine strahlungsresistente Lebensform. Auch für diesen Fall wäre ein Ausweichplanet dann vielleicht ratsam.

Und also auch das Wasser. Jeder hat Recht auf Wasser und ich zweifle keine Sekunde, dass unter diesem Aspekt auch der letzte Tropfen Wasser beispielsweise unter der Sahara gefördert wird. Haben wir Recht auf tausende Jahre altes Wasser? Ist es in unserer Hand diesen Speicher an die Oberfläche zu fördern? Haben wir das Recht Wasser von einem Ort zum anderen zu verfrachten, nur weil dort der Sonnenuntergang schöner ist?

Nein wir haben es nicht. Die vorhandenen Ressourcen, in einem eher kürzeren Kreislauf, sind unsere Lebensmittel und Lebensstoffe. Sagen wir über den Zeitraum der Lebenserwartung eines Menschen, warum nicht – wir sind ja die Krone der Schöpfung. Sagen wir, wir dürfen die Ressourcen heranziehen, die sich innerhalb eines Lebens erneuern. Dann hätten wir gewiss Sicherheiten für alle Fälle. Was kümmern uns Dinge die uns noch 15.000 Jahre sofort umbringen wenn wir in deren Nähe gelangen, wie die nuklearen Strahlen? Wir haben im Gegenteil die Pflicht die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Ressourcen, so wir diese schon beherrschen, auch an alle anderen Erdenbürgern weiterzugeben, gegebenenfalls auch von ihnen die nachhaltige Bewirtschaftung zu lernen.

Dabei will ich nicht die Forschung und Wissenserweiterung über alles und jedes in Zweifel ziehen. Wir müssen viel mehr wissen, obwohl wir danach immer mehr Fragen haben werden, oder genau darum – um immer mehr Fragen aufzuwerfen. Es geht mir um Massenverbrauch und -produktion von Energie und Stoffen. Es geht mir um jene Dinge, ohne die wir eigentlich nicht leben können, jedenfalls nicht langfristig und nachhaltig. Darum geht’s wenn man nur 5 Minuten in die Zukunft denken würde.

Über klausjerlich

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